Gräfenstein - Skull Baptism CD Reviews
Review by planetheavymetal.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Meine Fresse. Lange schon habe ich kein so kultiges Rumgepolter gehört, wie beim deutschen Trio „Gräfenstein“. Die Jungs, die hier mit „Skull Baptism“ nämlich ihr mittlerweile drittes Album ihr Eigen nennen, spielen hier nämlich wirklich geilen und dreckigen hingerotzten Black Metal mit einer fetten Kelle Thrash Metal alter Schule, wie man es nicht mehr sooft hört. Und das ganze klingt nicht nur geil, sondern kommt auch noch saucool rüber. In knappen vierzig Minuten brennen die Jungs hier nämlich so ein fettes Feuerwerk ab, dass die Hütte wackelt. Die Songtitel sprechen da schon für sich. Und wer „Halls of Dawn“, „Vermin“ , „Dead End“ oder das ellenlange und verdammt brutale „Icon of Sin hört“, weiß hier wirklich, wo das Hackebeil hängt.
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Definitiv ein richtig cooles Metalalbum, was jeglichen Trends und neueren Ideen fett ins Gesicht rotzt. Völlig lohnenswert.
Review by Necroweb.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Das deutsche Dreiergespann Gräfenstein, bestehend aus Greifenor (Gesang und Gitarre), Hackbeil (Bass) und Ulvernost (Schlagzeug), schickt sich mit ihrem neuesten Werk "Skull Baptism" erneut an, die Hörerschaft im Bereich des Black und Thrash Metal zu begeistern. Anhand der vorherigen Veröffentlichungen lässt sich eine gewisse Kontinuität erkennen, nach "Silence Endless" aus dem Jahr 2004 und "Death Born" von 2007 lässt man nun abermals nach drei Jahren neues Material auf die Menschheit los. Und wie beim Vorgängeralbum beglückt man erst einmal vorrangig den südamerikanischen, respektive den brasilianischen Markt, mit einer Live-Tour. Anscheinend hat man dabei gute Erfahrungen gesammelt und eine gewisse Bindung aufgebaut, alltäglich ist es ja nicht, dass man sein Schaffen zunächst am anderen Ende der Welt selbiges Licht erblicken lässt.
Musikalisch schleicht sich das Album zum Glück nicht erst langsam hinterm Berg hervor, sondern springt dem Hörer mit dem Opener "Essence Of Chaos" direkt ins Gesicht. Brachial bekommt man ein paar Takte schnelle, thrashige Beats ins Gehör gezimmert, bevor man zu den zügig schrubbelnden Gitarren des Black Metal wechselt. Diese Wechsel sind auf dem kompletten Album immer wieder anzutreffen, vollziehen sich aber meist fließend und harmonisch. Dazu gesellt sich ein keifender, im Gegensatz zum Tempo der Instrumente deutlich langsamer intonierter Gesang, der dadurch einen interessanten Gegenpol darstellt und sich dank des prominenten Abmischens dezent die Oberhand über das Klangbild von "Skull Baptism" an sich reißt. Insgesamt kann man Gräfenstein eine Affinität zum schnellen Tempo attestieren, abgesehen von einigen Breaks herrscht hier ein sehr ordentliches Tempo vor. Doch trotz der Geschwindigkeit verstehen sich die Deutschen darauf, ihre Songs in Headbanger-taugliche Rhythmen zu verpacken, dabei hilft vor allem die Beimengung thrashiger Elemente in das trotzdem noch deutlich dem Black Metal zuzuordnende Klangbild.
Technisch einwandfrei gespielt, klingen die neun Songs oberflächlich erst einmal ziemlich ähnlich, bei genauerem Hinhören offenbaren sich dann die vielen Details, die sich aus dem Knüppelteppich emporheben und jedem Titel seine eigene Charakteristik verpassen.
Zu entdecken gibt es einiges auf "Skull Baptism", übermäßig hervorstechende Hooklines wird man jedoch nicht finden, dazu ist der Sound doch zu Black-Metal-lastig. Das Abmischen ist entsprechend dem Songaufbau sehr gut gelungen, die perfiden Gitarrenspielereien bleiben dank eines knackigen, jedoch nicht zu basslastigen Abmischens stets gut identifizierbar, und das ohne den gewissen thrashigen Druck in den Songs vermissen zu lassen.
Gräfenstein stellen mit ihrem dritten Album "Skull Baptism" einen ziemlich großen Felsen in die Black Metal Brandung, einen, den man als Fan der schnelleren und härteren Spielarten nicht umschiffen sollte. Sicherlich gibt es brachialere und schnellere Bands, dennoch ist das hier geschnürte Gesamtpaket einfach so überzeugend, wie man es nur selten findet. Das letzte Black Metal Album, das mich dermaßen überzeugen konnte, war 1349s "Hellfire", und das liegt mittlerweile fünf Jahre zurück.
10/10
Review by hardharderheavy.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Ach, es wäre so schön, wenn die verfügbaren Informationen zu den Bands, die die uns Promos zusenden, ein bisschen ausführlicher wären als nur lapidar "a german band". Gut, nach langer Internetrecherche kommen noch ein paar Fakten hinzu wie das Gründungsdatum 2000, wie das die Band aus drei Mitgliedern besteht, wie das die Gründung in der Pfalz und/oder Berlin stattfand und dass man erfolgreich eine Tour 2007 durch Brasilien mit sieben Städten durchgeführt hat. Ah ja, die Stilrichtung habe ich vergessen. Man spielt eine Mischung aus Black und Thrash Metal und es gibt schon zwei Vorgängeralben aus dem Jahre 2004 (SILENCE ENDLESS) und 2007 (DEATH BORN). Das aktuelle Album, welches uns hier vorliegt, wird Mitte November 2010 erscheinen und trägt den schönen Titel SKULL BAPTISM. OK, wenn man lange genug sucht, dann findet man auch ein paar Infos. Ist aber eben ein sehr mühsames Geschäft.
Wer schon beim ersten Song darauf steht, dass die Boxen oder die Trommelfelle sich ins Nirvana verabschieden, der ist bei dem Song "Essence of Chaos" bestens aufgehoben. Da wird von Anfang an nicht lange gefackelt, da legt man gleich ordentlich auf. Thrash Metal gepaart mit einer Brise Speed vom Feinsten. Da bleibt kein Ohr "lange trocken".
Etwas gedämpfter aber dennoch nicht weniger imposant und beeindruckend geht es mit "Halls of Dawn" weiter. Der Song ist zwar nicht ganz so aggressiv aber die getragene und dennoch ziemlich rhythmische Spielweise können einem auf Anhieb sofort in seinen Bann ziehen.
So richtig fetzig fahren wir mit "Inhale Nonentity" fort. Das ist eine extrem gut gelungene Mischung im Verhältnis 1:1 aus Thrash und Speed Metal. Coole Gitarrenriffs und eine wirklich von der Gewalt beeindruckende Stimme, die hervorragend zu dieser Spielweise passt. Die Black Metal Anteile bleiben bisher eher im Hintergrund.
"Vermin" nimmt zu Anfang eher die gitarristischen Stilelemente der frühen 70er Jahre auf. Und diese werden dann mit der brutalen, aggressiven durchdringenden Stimme zusammen mit einer hervorragenden gespielten Gitarre in einen Topf geworfen, umgerührt und nicht geschüttelt und herauskommt ein genialer Song.
Mit "Everlasting Moribund" wird es etwas ruhiger und das ist auch gut nach dem was man bisher gehört hat. Dennoch verlässt man niemals die eingeschlagene Stilrichtung und bietet dem Hörer wieder extrem gute Kost. Zum Glück wird man von Musik nicht dick!
Auch der Song "Dead End" nimmt den roten Faden seines Vorgängers gekonnt auf, auch wenn die Spielweise wieder erheblich an Fahrt zugenommen hat. So ein kleines Päuschen tut gut, aber wer auf Thrash und Black Metal steht, möchte wohl auch in dieser Weise bedient werden. Und das wird er hier zur vollen Zufriedenheit.
Und wer immer noch nicht genug hat, der kann sich bei "Monarch of Scorn" noch eine weitere Portion abholen. Exzellentes Gitarrenspiel mit beeindruckenden Riffs und wieder muss man feststellen, der Black Metal kommt ein bisschen zu kurz. Aber das tut dem Song keinerlei Abbruch.
So, jetzt wird es ein bisschen chaotisch. Wenigstens zu Beginn von "Acherontic Temple" erhält man den Eindruck. Doch dieser verflüchtigt sich sehr schnell und warum sollten wir uns auch von dem bisherigen Leckerbissen entfernen. So etwas bekommt man so schnell nicht wieder geboten.
Und mit einer kleinen Sünde verabschieden wir uns. Der letzte Song namens "Icon of Sin" rundet das exzellente Album perfekt ab. Wie ein gutes Dessert nach einen hervorragenden Essen. Auch hier wieder die zu tiefst beeindruckenden Gitarrenriffs gepaart mit dem tollen Gesang.
Fazit: Tja, am Ende entpuppte sich das Album als ein hervorragend geschliffener Diamant. Es kann in seiner ganzen Länge und mit jedem Song zu jeder Zeit überzeugen. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, Gräfenstein ist ein weiterer Beweis, dass sich die deutsche Metalszene im internationalen Vergleich zu jeder Zeit auf Augenhöhe von gleich zu gleich befindet. Und das gilt nicht nur für die alten Hasen, sondern trifft auf sehr viele junge Bands in unserer Republik zu. Auch wenn ich ab und zu mal gerügt werde eine 7 zu vergeben, und das Album hat nicht einmal eine exorbitante Spiellänge, kann ich nur sagen, auch in der Kürze liegt die Würze. Dieses Album sollte in keinen CD-Regal eines Fans für Thrash, Black und Speed Metal fehlen. Gut, vom Black Metal hat man weniger gehört, aber dafür haben die anderen Stilrichtungen die Scharte mehr als ausgemetzt. Respekt und macht weiter so!
Anspieltipps:
Definitiv "Essence of Chaos" und "Halls of Dawn". Des weiteren "Vermin", "Dead End" und "Monarch of Scorn"..
7/7
Review by pure-metal.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Gräfenstein spielen ungeschliffenen Thrash Black Metal den sie konsequent durchziehen. Es wummert, es prasselt: Skull Baptism bläst zum Angriff. Essence Of Chaos legt gut vor, das Drumming haut voll rein und verleiht dem ersten Song eine Menge Power. Der Gesang von Greifenor empfinde ich als wirklich ansprechend. Er growlt gepflegt, zeigt dabei aber auch das ihm Verständliche Texte wichtig sind. Musikalisch lassen sich die Black Thrasher ebenfalls nicht Lumpen. Satter Sound sprengt die Anlage der beim zweiten Song Halls Of Dawn die Splitter im Midtempo nur so prasseln lässt. Die Geschwindigkeit wird kurzzeitig angezogen, behält dennoch Konstant schwere Gitarrenriffs bei, die den Track führen. Die brutale Black Metal Haltung kommt gut rüber und begeistert mich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt vor allem mit dem Thrashigen Sound der das Album enorm belebt. Inhale Nonentity prescht vom Start weg steil voran, niedermähende Riffs zerreißen die eiskalte Nacht der Sound ist einfach nur geil. Bestechender Gesang durchdringt Mag und Bein. Greifenor gefällt mir von Song zu Song immer besser, zudem lässt er seine Finger wie bei Vermin gekonnt über die Gitarrenseiten flitzen. Skull Baptism wirkt sehr erfrischend und an Klischees wird sich nicht zwingend festgehalten. Hauptsache es ballert die Melodien stimmen und die Jungs haben Spaß am Krieg machen. Intensives rein hören ist einfach Pflicht es gibt so vieles auf diesem Silberling zu entdecken, so lausche ich gespannt Dead End´s hasserfüllten Tönen die es sich in meinem Ohr gemütlich machen. Dieses Album werde ich mir definitiv öfter zu Gemüte führen.
Fazit:
Von dieser qualitativ hochwertigen Arbeit bin ich wirklich überrascht. Es macht wirklich Spaß das Skull Baptism Album durch zuhören auch wenn sich das beim Black Thrash Metal komisch anhört. Das Songwriting wurde sehr kreativ und zuhörer-freundlich durchgeführt. Alle Punkte eines guten Black Metal Album werden erfüllt. Der Gesang ist 1A, der Sound ist Bombastisch und die Riffs blasen den letzten Staubkorn aus der Bude. Für mich eins der "Genre Highlights 2010" das ich einfach nur mit voller Punktzahl belohnen kann.
Anspieltipps: Halls Of Dawn und Dead End
Bewertung: 6 von 6 Punkten
Review by Berlin Metal Legion ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Gräfenstein spielen ungeschliffenen Thrash Black Metal den sie konsequent durchziehen. Es wummert, es prasselt: Skull Baptism bläst zum Angriff. Essence Of Chaos legt gut vor, das Drumming haut voll rein und verleiht dem ersten Song eine Menge Power. Der Gesang von Greifenor empfinde ich als wirklich ansprechend. Er growlt gepflegt, zeigt dabei aber auch das ihm Verständliche Texte wichtig sind. Musikalisch lassen sich die Black Thrasher ebenfalls nicht Lumpen. Satter Sound sprengt die Anlage der beim zweiten Song Halls Of Dawn die Splitter im Midtempo nur so prasseln lässt. Die Geschwindigkeit wird kurzzeitig angezogen, behält dennoch Konstant schwere Gitarrenriffs bei, die den Track führen. Die brutale Black Metal Haltung kommt gut rüber und begeistert mich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt vor allem mit dem Thrashigen Sound der das Album enorm belebt. Inhale Nonentity prescht vom Start weg steil voran, niedermähende Riffs zerreißen die eiskalte Nacht der Sound ist einfach nur geil. Bestechender Gesang durchdringt Mag und Bein. Greifenor gefällt mir von Song zu Song immer besser, zudem lässt er seine Finger wie bei Vermin gekonnt über die Gitarrenseiten flitzen. Skull Baptism wirkt sehr erfrischend und an Klischees wird sich nicht zwingend festgehalten. Hauptsache es ballert die Melodien stimmen und die Jungs haben Spaß am Krieg machen. Intensives rein hören ist einfach Pflicht es gibt so vieles auf diesem Silberling zu entdecken, so lausche ich gespannt Dead End´s hasserfüllten Tönen die es sich in meinem Ohr gemütlich machen. Dieses Album werde ich mir definitiv öfter zu Gemüte führen.
Fazit:
Von dieser qualitativ hochwertigen Arbeit bin ich wirklich überrascht. Es macht wirklich Spaß das Skull Baptism Album durch zuhören auch wenn sich das beim Black Thrash Metal komisch anhört. Das Songwriting wurde sehr kreativ und zuhörer-freundlich durchgeführt. Alle Punkte eines guten Black Metal Album werden erfüllt. Der Gesang ist 1A, der Sound ist Bombastisch und die Riffs blasen den letzten Staubkorn aus der Bude. Für mich eins der "Genre Highlights 2010" das ich einfach nur mit voller Punktzahl belohnen kann.
Anspieltipps: Halls Of Dawn und Dead End
Bewertung: 6 von 6 Punkten
Review by bloodchamber.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Über GRÄFENSTEIN gingen ja so einige Gerüchte in der Szene bezüglich ihrer politischen Gesinnung umher. Nun, ich habe Hackebeil und Ulvernost im Jahre 2008 kennengelernt, wo sie mit dem Mexikaner Magnus Agliareth und MAGNIFICAT auf der Bühne standen, und kann sagen, dass diese Gerüchte an den Haaren herbeigezogen sind. Also können wir uns voll und ganz auf die geile Musik der Berliner konzentrieren.
Seit zehn Jahren existiert das Trio mittlerweile und “Skull Baptism” ist deren drittes Full-Length-Album. Und das hat es in sich. Black Metal mit nicht wenigen Thrash-Einflüssen wird hier geboten. Und das sehr überzeugend.
Ohne Intro-Kinkerlitzchen gehen GRÄFENSTEIN schon mit dem Opener “Essence Of Chaos“” gleich zur Sache. Melodische, aber doch kalte Gitarrenriffs mit gelegentlichen Leads a la DISSECTION paaren sich hier mit mörderischem Tempo und dem bösartigen Gekeife von Greifenor. Doch GRÄFENSTEIN setzen nicht nur auf Tempo, denn schon bei “Halls Of Dawn”, das schleppend beginnt und von melodischen Leads geprägt ist, wird jedem klar, dass die Berliner keine Band sind, die auf 08/15-Mucke setzen. Im Gegenteil; auf “Skull Baptism” ist wirklich jeder Song ein Highlight. Besonders “Hall Of Dawn” könnte zur Hymne GRÄFENSTEINs werden. So atmosphärisch habe ich einen Black-Thrash-Song selten vernommen.
Dass Melodien den Berlinern nicht fremd sind, beweisen sie bei jedem einzelnen Stück auf dem Album. Immer wieder wird entweder ein Mörderriff, das sich förmlich im Kopf festsetzt, oder aber ein Lead eingesetzt, das einem den Finger zur Repeat-Taste führt. Die Blastbeats werden immer wieder so intelligent eingesetzt, dass diese immer vollkommen passend sind, doch Halt: wie schon erwähnt, wird hier nicht nur geknüppelt, sondern mit Breaks kommen GRÄFENSTEIN öfter in andere Tempi und die Drumarbeit kann sich durchaus hören lassen. Man merkt, dass Ulvernost (ich hoffe, er hat sich von den Spondexhosen getrennt) ein Meister auf seinem Gebiet ist.
Zum Abschluss gibt es noch den Thrash-Hammer “Icon Of Sin”, das einem schon fast in die Thrash-Hochphase der beginnenden 90er Dekade führt. Einfach geil.
Die Produktion passt, die Mucke ist geil und mitreißend. Ich kann “Skull Of Baptism” wirklich jedem empfehlen, der auf thrashigen Black Metal steht. Aber auch Thrash-Metal-Puristen können gedankenlos mal reinhören. Es lohnt sich!
Bewertung: 9 / 10 Punkten
Review by onfirepromotion.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Mit ihrem dritten Output (nach 2004 "Silence Endless" und 2007 "Death Born") setzen die deutschen GRÄFENSTEIN eine gehörige Portion Brutalität frei. Das seit 2000 aktive Trio ist im Black/Thrash beheimatet und wütet sich äußerst vehement durch neun Songs, die fett und druckvoll produziert wurden. Die drei Pseudonyme-Träger legen allerdings den Schwerpunkt nicht nur auf schiere Raserei, sondern bremsen "Skull Baptism" immer mal wieder in den Midtempo-Groove, um Abwechslung zu schaffen. GRÄFENSTEIN bauen des Weiteren nette Soli ein, die technisch hervorragend in das Gesamtbild dieses räudigen Bastards passen. Insgesamt ist die spielerische Versiertheit der Band als hervorragend zu titulieren, das gesamte Album klingt wie aus einem Guss und offenbart eine tiefe Verbundenheit sowohl zu rohen Thrash Bands wie KREADOM zu "Obsessed to Kill" und DESTRÖYER 666 als auch zum schwedischen Black Metal der Marke MARDUK. GRÄFENSTEIN haben es allerdings auf "Skull Baptism" noch nicht geschafft, griffige und im Ohr hängen bleibende Monster zu kreieren. Es fehlt etwas an der Erhabenheit und der Wiedererkennung, die die großen Vorbilder seit jeher auszeichnete. Auch könnten die Mannen ab und zu etwas eher zum Punkt kommen. Aber was noch nicht ist, kann im Falle von GRÄFENSTEIN definitiv noch werden!
Wertung 7/10
Review by osnametal.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Seit zehn Jahren tummeln sich Gräfenstein nun schon im deutschen Untergrund und veröffentlichen mit "Skull Baptism" bereits ihren dritten Langspieler. Und dieser begnügt sich nicht mit langen Intros und Melodiegedudel, sondern springt dem Hörer direkt ins Gesicht.
"Essence Of Chaos" prischt direkt nach vorne und macht dem Hörer klar, dass er es hier mit 40 Minuten knallhartem Black/Thrash zu tun hat. Die Band selber nennt ihren Stil selber "Blackened Necrothrashing Chaos", welcher diesen Klangbastard auch gut beschreibt. Abholzende Knüppelparts, die auch von einer Thrashkapelle stammen könnten, wechseln sich ab mit melodiöseren, einfach nur böse klingenden Black Metal-Passagen. Immer dabei ist das blastende Schlagzeug, welches einen enormen Drive nach vorne gibt. Zum Ausruhen oder Entspannen ist "Skull Baptism" nicht geeignet. Über alledem keift Sänger "Greifenor" in einer Weise, die einfach perfekt zur Musik passt. Herrlich!
Der Sound ist gut wiedergegeben, es geht nichts unter und es knallt mit viel Druck aus den Boxen. Also auch von der technischen Seite ist nichts zu meckern! Das Einzige, über das ich meckern möchte, ist die Abwechslung. Mag sein, dass es am Stil liegt, aber selbst nach einigen Durchläufen bleibt von den gesamten Liedern relativ wenig hängen. Fangen diese noch so unterschiedlich an wie "Halls Of Dawn", langsam und getragen, oder "Monarch Of Scorn", dessen Anfang auch von Kreator oder Sodom stammen könnte, verlieren sich die Lieder irgendwann. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dem steht ein sehr gutes Album, ohne Kompromisse bevor.
4/5
Review by metal-impressions.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
SKULL BAPTISM Betritt man die Homepage des Labels "Black Hate Productions", springt einem gleich der Flyer für "Skull Baptism", den neuen Longplayer der deutschen Black/Thrash Metaller GRÄFENSTEIN ins Auge. Dieser kündigt besagte Scheibe als "Blackened, Necrothrashing Chaos" an, was Großes erwarten lässt. Zwar wird hier eher auf Altbewährtes gesetzt und nicht allzutief in die Innovationskiste gegriffen, dennoch stellt "Skull Baptism" ein mehr als solides Album dar, welches den Erwartungen größtenteils gerecht wird.
Gleich beim ersten Song wird klar, dass man es hier nicht mit Amateuren oder Opportunisten zutun hat, die auf den momentanen Hype um Atmospheric und Depressive Suicidal Black Metal aufspringen. Hier sind echt harte Jungs am Werk, die zudem noch einiges an ihren Instrumenten auf dem Kasten haben.
Wie gewohnt gibt es von Anfang bis Ende gepflegtes, schwarzes Geknüppel mit eingängigen, aber dennoch disharmonischen Melodien, bitterbösem Gekrächze und durchgängig abwechslungsreichem und überzeugendem Getrommel, welches Fans und Sympathisanten weitgehend zufriedenstellen dürfte. Aufgelockert wird das Ganze mit gelegentlichen Thrash-Einflüssen, was ja bekanntlich in Maßen nie schaden kann. Lediglich der Song 'Halls Of Dawn' setzt zeitweise auf Atmosphäre im verhältnismäßig unteren Drehzahlbereich.
Zur Produktion lässt sich sagen, dass hier ein gutes Mittelmaß gefunden wurde. Der Sound klingt nicht zu matschig und ebenso wenig zu steril. Lediglich ein wenig mehr Druck könnte den Mix noch aufwerten.
Wer von GRÄFENSTEIN bisher noch nicht viel mitbekommen hat, aber Genregrößen wie WATAIN, RAGNAROK oder wenigstens IMMORTAL schätzt, ist hiermit aufgefordert, sich dieses Werk mal zu Gemüte zu führen
Abschließend bleibt die Frage, weshalb eine so kompetente Truppe von Musikern in ihren heimischen Gefilden noch keinen angemessenen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Mit dem, was Freunden von aggressivem, hasserfülltem und technisch hochwertigem Schwarzmetall hier seit Jahren geboten wird, sollte der Schritt aus dem Untergrund eigentlich kein Problem darstellen. Mal sehen, was sich in nächster Zeit diesbezüglich tun wird. Definitiv würde es der Band aber nicht schaden, ein wenig mehr Live-Präsenz im Heimatland zu zeigen, sofern sie nicht gerade mal wieder in Südamerika unterwegs sind. Wenn sich also in nächster Zeit die Gelegenheit bieten sollte, die Jungs live zu erleben – nix wie hin!
Christian 5/6
Review by metalnews.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Alter ist das geil. Hier kommt endlich mal wieder 'ne Truppe, die fern von aller True-, Trend- und Pseudocoolness ihren gehässigen schwarzen Stiefel durchzieht. Brutal, dreckig, gemein - aber nicht blöd.
Und genau darauf kommt es heutzutage doch an. Black Metal Bands, die mehr Zeit vorm Spiegel als im Proberaum verbringen, kennen wir ja schon lange. Black Metal Bands, die von ihrem Metal-Aldi-Label gesagt bekommen, wie böse sie zu sein haben, um dann mit ganzseitigen Anzeigen in unseren Metal-Bravos beworben und anschließend von deren Metal-Märchenonkeln mit sechsseitigen Interviews bedient zu werden, ertragen wir ebenfalls bereits seit Jahren. Schön, dass es auch noch Bands wie GRÄFENSTEIN gibt. Die brauchen dem fiktiven Interviewer gar nicht zu verklickern, dass sie schon mit sechs Jahren Black Sabbath gehört und dabei gekifft haben. Hier regiert die gut gemachte Finsternis, gepaart mit unbändiger Spielfreude. Der Opener "Essence Of Chaos" ist klirrende Raserei, gepaart mit einem catchy Riff, das us der Endphase von DIVINE EMPIRE stammen könnte. Der nachfolgende Stampfer "Halls Of Dawn" bohrt sich mit seinem genialen Lick umgehend ins Stammhirn, um kurz danach in ANCIENT-mäßigen Wahnsinn auszuarten. Und so geht es weiter - oftmals angethrasht, manchmal fast zu gut gespielt, aber dabei Dunkelheit und Primitivität nie aus den Augen verlierend, reißt die Schädeltaufe eine tiefe Wunde ins Fleisch all derer, die denken, dass Metal heutzutage leicht auszurechnen wäre.
E gibt viel zu entdecken auf dieser Platte - nehmt Euch die Zeit!
Marcus Italiani [Mattaru] 6/7
Review by metal-glory.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Bisher waren mir Gräfenstein und ihre Musik nur vom Hörensagen ein Begriff. Umso mehr verblüfften sie mich mit ihrem neuesten Black-Trash-Manifest namens "Skull Baptism".
Darauf verknüpft die Band garstige Vocals, hasserfülltes Geballer und frostige Melodien mit verdammt fettem Trash-Riffing. Das energiegeladene Trio fegt geradezu wie ein Orkan über den Hörer hinweg. Man merkt zu jeder Sekunde, dass die Musiker von Gräfenstein wirklich Bock auf ihre Musik und (grimmige Black Metaller mögen es mir verzeihen) Spaß daran haben. Wilde Solos, hämmernte Blastattacken und herrliche Headbangerpassagen machen Freude auf mehr und dürften auch Live für ordentlich Stimmung sorgen.
Sicher ist nicht alles auf "Skull Baptism" herrausragend und so gibt es auch ein paar Durchschnittsnummern wie "Vermin" oder "Everlasting Moribund" zu hören. Diesen stehen jedoch wirklich großartige Songs wie das größtenteils stampfende "Halls of Dawn" mit seiner Fäulnis-artigen Leadgitarre und gelungenen Dynamik gegenüber. Auch das rasende "Ächerontic Temple" und seine herausragenden Melodien klingen sehr überzeugent. Das absolute Albumhighlight stellt jedoch "Dead End" dar. Darin verschmelzen ein richtig geiles Hauptriff, frostige Gitarrenläufe und eingängige Strukturen zu einem kleinen Genreklassiker. Das Lied sollte man unbedingt mal antesten!
Also Leute: Hört rein und überzeugt euch selbst. Hier gibt es den musikalischen Mittelfinger gegenüber Trends und Perfektion, ohne jedoch mit gesichtslosem Underground-Gerumpel in einen Topf geworfen zu werden. "Skull Baptism" wartet mit druckvollem Sound und starken Liedern auf und wird somit zu Pflichtstoff für jeden Black-Trash-Fan!
Christian 8/10
Review by Legacy666.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Der Band-Name lässt Böses ahnen; der Drummer heißt Hackbeil, auch nicht gerade vertrauenserweckend. Wissen wir aber schon seit der ebenfalls guten "Death Born" von 2007. Mit ihrem dritten Streich holen sich die Jungs den anfangs vermuteten Misstrauensbonus abermals zurück. Denn der Krawall und das Desaster, welche die Verbindung aus der Pfalz und aus Berlin veranstalten, stehen in bester Reihe mit Krachmaten der Marke Deströyer 666 oder Ketzer, die ja wie zufällig auch im Underworld Studio aufgenommen haben. GRÄFENSTEIN – das sind aufgespießte Köppe, eklige Maden, Sünde, Chaos und Tod – Black Thrash also, wie er im verfluchten Buche steht: hasserfüllte Songs mit krächzigen Vocals und hohem Aggro-Potential. Und doch überraschen sie mit dem Herzstück der Scheibe: Der Dreier ,Everlasting Moribund', ,Dead End' und das obergeil treibende ,Monarch of Scorn' überzeugen nicht nur mit ihrer Gewalt, sondern auch mit Groove, auch wenn sich Greifenor, Ulvernost und eben das Beilchen inmitten der Sackgasse in hektischen Ausbrüchen verlieren. Insgesamt ist "Skull Baptism" aber eine echt positive Fortsetzung des bisherigen Schaffens geworden, wenn man das Wort positiv in diesem Zusammenhang überhaupt benutzen darf.
(SM)12/15 Soundcheck 28
Review by heavy-realm.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Die deutschen Mannen GRÄFENSTEIN bestehen bereits seit 2000. Nach zwei full – length Releasen und einer Tour durch Brasilien 2007, kommt nun das dritte Lebenszeichen mit dem Namen “Skull Baptism“ auf den Markt. Und los geht’s...ein Gewitter aus Thrash Metal und Black Metal schwappt wie eine Riesenwelle auf mich zu. Hart, schnell, gnadenlos. Nach vorne treibende Beats, geile Riffs und eine Prise Speed Metal hier und da. Das scheint das Konzept bei GRÄFENSTEIN zu sein. Bei den insgesamt neun Songs wird der Fuss nie vom Gaspedal genommen. Eine Vollbedienung in Sachen Speed. Perfektes Zusammenspiel der Rhythmus Fraktion mit Highspeed Drumming. Dazu noch die rotzigen Growls von Sänger Greifenor. Einfach nur geile Mucke. GRÄFENSTEIN zeigen eindrucksvoll, dass Metal made in Germany durchaus qualitativ hochwertig sein kann. Ich kann “Skull Baptism“ nur jedem Metaller, der auf härtere Töne steht, ans Herz legen. Besucht die Herren auf www.myspace.com/graefenstein.
Review by heavy-realm.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
The German men GRÄFENSTEIN already exist since 2000. After two full length releases and a tour in Brasil in 2007 the third vital sign called “Skull Baptism“ now comes into the market. And here we go!.....A thunderstorm of Thrash Metal and Black Metal swashes like a giant wave up to me. Hard, fast, merciless. Driving forward beats, awesome riffs and a pinch of Speed Metal here and there. This seems to be GRÄFENSTEINs concept. At the all in all nine songs they never take the foot off the acellerator. A full – service in the matter of speed. Perfect teamplay of the rhythm fraction with highspeed drumming. On top of that the snotty growls of vocalist Greifenor. Just awesome music. GRÄFENSTEIN show impressive that Metal made in Germany can be quite of high quality. I can only entrust “Skull Baptism“ to each Metalhead who likes harder sounds. Visit the men at www.myspace.com/graefenstein.
Review by FFM Rock.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Ich leg "Skull Baptism" ein und werde sofort weggeblasen, was GRÄFENSTEIN hier bieten ist das Beste, was mir in letzter Zeit in Sachen Black / Thrash untergekommen ist, allein schon die völlig geil klingenden Drums von Ulvernost sind der Hammer, Sänger / Gitarrist Greifenor sägt wahnsinnig stark die sechs Saiten und seine diabolischen Vocals sind total derb und phantastisch. Auch den Bass von Hackbeil hört man in "Essence Of Chaos" super raus und vor allem bietet der Song mal pure Thrash Einschübe, doch in der Überzahl befindet sich der rasende, wenn auch wohl durchdachte und mit super Breaks versehene Black Metal. Tonnen schwer stampft es zu Beginn von "Halls Of Dawn", dann bereiten die donnernden Double Bass eine infernale Mid Tempo Nummer vor, die an Aggression und Wucht kaum zu toppen ist und dann mit Blast Attacken zu einem vernichtenden Werk wird. Fettes Riffing, zerstörerische Blast Angriffe und dazu ein paar Thrash Einsprengsel, so haut mich "Inhale Nonentity" und in Sachen Speed holen GRÄFENSTEIN das Maximum aus sich heraus, Hammer, wie das Trio hier knüppelt. Auch "Vermin" macht kaum halt, nur hier und da mal den Bruchteil einer Sekunde vom Gas, um dann wieder frontal zu zuschlagen. Erst denkt man bei "Everlasting Moribund" die Band will hier mal etwas schleppender werden, aber nix da, auch hier feuern GRÄFENSTEIN aus allen Rohren und hinterlassen nur verbrannte Erde.
Die eingeflochtenen Thrash Parts locker auf, paaren sich aber sofort wieder mit höllischem Gebolze, so muss es sein. Was den Speed angeht, so müssen Endstille aufpassen, dass sie wie bei "Dead End" nicht den Anschluss verpassen, GRÄFENSTEIN legen in den Blast Parts hier noch ein paar Schaufeln drauf und ballern was das Zeug hält, können aber durch diese phantastisch gesetzten Breaks immer der Aufmerksamkeit der Hörerschaft sicher sein. Auch die teils asyncron klingenden Riffs sind in einer Art gespielt, dass man einfach von GRÄFENSTEIN besessen wird und nicht mehr von dem Sound des Trios loskommen will. Bei "Monarch Of Scorn" fließt viel old school Thrash in den Song ein, geht dann aber ohne Umwege wieder in Blast Ausbrüche über, das wirkt für mich wie eine Droge, von der ich nicht genug kriegen kann und auch mit "Acherontic Temple" lassen GRÄFENSTEIN so mache Trümmerbands wie lahme Enten aussehen. "Icon Of Sin", das letze und mit über sechs Minuten auch längste Stück der CD geht auch noch mal voll in die Magengrube, geiles Geballer, das in reine Thrash Parts wechselt, aber dann sofort wieder in eine brutal schnelle Gewaltorgie übergeht und immer schön im Wechsel mit Thrash ganz besonders begeistert.
GRÄFENSTEIN haben mit ihrem dritten Werk die Messlatte für kommende Releases ganz hoch gelegt, ich bin mal gespannt, ob es überhaupt jemand schafft, dieses Meisterwerk zu überbieten, das auch in Sachen Sound voll überzeugt.
Review by musikreviews.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Respekt, meine lieben GRÄFENSTEINer, wie schafft man es eigentlich als so begnadete deutsche Band im Heimatland beinahe vollkommen unbekannt zu bleiben? Ähnliches ist wahrscheinlich nur SEMEN DATURA gelungen, deren Album "Einsamkeit" eines der besten Black Metal-Alben des Jahres ist. Wenn ich aber ehrlich bin, würde ich auch eher – wie ihr – im Herbst durch Brasilien touren als bei Regen und Nebel über einheimische Autobahnen zu eiern.
Spaß beiseite, Black Metal ist schließlich eine Angelegenheit mit Lachverbot. Die schon dritte LP in fast 10 Jahren Bandgeschichte hört auf den klangvollen Namen "Skull Baptism" und ist ein Brett vor dem Herrn der Unterwelt, eine brillante Mischung aus krachenden Thrash-Riffs und rasendem Black Metal, wobei die Zutaten perfekt austariert sind und sich übergangslos und homogen ineinander fügen. Der Beginn von "Essence Of Chaos" weist den Weg, mit einem derben Thrash-Riff wird der Knüppel aus dem Sack geholt, der dann unvermittelt mit schwarzmetallischer Raserei zuschlägt. Das Wechselspiel zieht sich konsequent durch "Skull Baptism", der heiser gekreischte Gesang variiert nicht unbedingt, ist aber bei aller rhythmischen Raserei der Instrumentalfraktion eher langsam und bedrohlich.
Was GRÄFENSTEIN aber auszeichnet ist eine Loslösung von Standards, das Gitarrenspiel ist abwechslungsreich und technisch sehr gut, Mastermind Greifenor hat ein gutes Gespür für abgefahrene Melodien, die eben nicht der typischen Black Metal-Schiene folgen, bei aller Brutalität aber größtenteils eingängig sind ohne cheesy zu werden. Das Drumming passt sich dem Gitarrenfluss hervorragend an, soll heißen Blastbeats in schnellen Passagen und Breaks und Zweiertackt im richtigen Moment, Details des Bass-Spiels gehen leider im allgemeinen Inferno unter, wobei "Skull Baptism" mit räudigem Sound versehen wurde ohne matschig zu klingen.
FAZIT: "Skull Baptism" ist ein unerwarteter Vorschlaghammer geworden, die perfekte Mischung aus Black und Thrash, die manch großen Namen alt aussehen lässt. Wenn es so etwas wie ein Triumvirat im deutschen Black Metal geben sollte, würden GRÄFENSTEIN Seite an Seite mit ENDSTILLE und SEMEN DATURA sitzen.
Dr. O 12/15
Review by mega-metal.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Ich bitte um ungeteilte Aufmerksamkeit: Gräfenstein klingen wie ein verdorbener Bastard aus grimmigen Immortal und gradlinigeren 1349 … und das mit einer derben Thrashkante … UND sie kommen aus Deutschland!
Würde das nicht schon reichen? Vielleicht wäre es noch sinnvoll zu erwähnen, dass das Material trotz der massiven "Knüppel aus dem Sack"-Einstellung höchst abwechslungsreich, und mitunter so clever arrangiert ist, dass es dich gar schlitzohrig am Schlafittchen packt. Clever ist auch, das Album nicht künstlich durch irgendwelche Halbgarigkeiten aufzublähen - nein, die neun Songs kommen auf knappe 40 Minuten, und das reicht auch völlig aus. Unmöglich, da noch Anspieltipps zu geben. "Skull baptism" ist in seiner Gesamtheit eine richtig unbarmherzige Granate, die man sich nur geben sollte, wenn man die musikalische Wucht o.g. Bands verkraftet. Nur das Fehlen eines echten Ausreißers nach oben, verhindert noch, dass ich hier mehr Punkte gebe. (sw)
- 8/10 -
Review by Rockhard.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Stattgegeben: GRÄFENSTEIN klingt verdächtig nach modischem Vampirgotenschmonzes, steht aber seit nunmehr drei Alben für eher trendresistenten rohen Black Metal. Die Deutschen machen weder mit unterproduziertem Retrogerödel auf Gnade der frühen Geburt, noch auf Chart-Schonkost. ´Archonic Temple´ intensiviert den kalten Sound von D666 und Zarathustra-Drummer Mersus durch einen kurzen schleppenden Part, ´Icon Of Sin´ huldigt vor dem Blitzkrieg-Drumming ihren Thrash-Wurzeln. Der norwegische Black Metal bleibt z.B. in den unterschwelligen Melodien von ´Dead End´ Fixpunkt. Bei Drucklegung dieser Ausgabe verwüstet das Trio als Kulturbotschafter erneut brasilianische Großstädte. Songwriting und Umsetzung gefallen. Es fehlen wie so oft die zwingende eigene Note oder der ultimative leidenschaftliche Kitzel.
Björn Thorsten Jaschinski 7/10 Soundcheck Platz 14
Review by fromthedustreturned.com ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
A few years have passed since Death Born, the sophomore outing of Germans Gräfenstein, which I'm honored to say kicked my ass through a floor after braining me with a bullet belt and firing a nail gun into my ears. Fast, frenzied, aggressive black/thrash metal with the fresh scent of carrion upon its cutting winds. It's a style we tend to associate with the Swedish and Norse bands, like a Nifelheim, Bewitched, or Aura Noir, but these three take a mildly different approach to the hybrid. They're essentially black metal first and foremost, unopposed to the use of razor-like, climactic melodies, but they manifest the thrashing side simple through the percussive nature in some of the guitar riffs. Think Immortal jamming out to the earlier Bathory and Kreator catalogs, and you've got Gräfenstein in a nutshell.
Skull Baptism shows no sign of the band's joints locking, or slowing down with any age. It's not quite so punishing as its predecessors, but it compensates with a vicious clarity of production, and sawblade rhythms that blast and bite through cold, whipping winds of torment. "Essence of Chaos" and "Inhale Nonentity" provide raucous bursts of nuclear, thickly endowed black metal, while deeper in the band teases us with straight thrash riffs in "Dead End" or "Monarch of Scorn", before blasting us all straight in the face. The finale, "Icon of Sin" goes a little further before it too accelerates into a Northern tempest, and "Acherontic Temple" sears with Dark Funeral-like consistency as frightening daemon energies manifest through the blood stream of the guitar. Drummer Ulvernost is quite insane, but thankfully the band have seen fit to let his percussion breathe into the mix, so it almost feels like a live performance.
If Skull Baptism has a flaw, it's that they've done this before, and better. Death Born indulged in a more potent primacy, its riffs bewitching and intense, while this new record trades off a little of the turmoil for aural depth. Along the way, the riffs have not necessarily improved, and unless you feel in the mood for some cold, ripping darkness ala Mayhem or 1349 with a few thrash riffs thrown in, there's not much to blow your mind. The hate and fire are still strong within Gräfenstein, and they're talented for a trio, but despite an added layer of atmosphere, I did not come away from this as harmed and bloodied as 2007. Sure, the record cuts, and there's nothing really negative to say about it, but the wounds do seem to dry up sooner than I'd like. At any rate, there remain things to enjoy in this skeletal triage, from Greifenor's straight razor rasp to the empowered rhythm section, sadistic ideals and dire mood.
70/100
Review by metalmusicarchives.com ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
On their third full-length effort, Gräfenstein offer a savage beast of asphyxiating black metal with a subtle taste of thrash and careful use of melody thrown therein too. As far as I’m aware, the musical concept has remained the same thoroughout this German band’s history, so nothing out of the ordinary is to be expected of Skull Baptism, an album that is, however, really convincing in all its relentlessness.
Kicking off the album with ”Essence of Chaos”, it comes clear to the listener that this is indeed really brutal, if that is a fitting word to depict a black metal album that still has that cold, razorsharp sound. As the powerful, fast blast beats accommodate the seas of guitar tremolo and mid-range spews of the vocalist, and this all continues until the very end, Skull Baptism can be said to be a really exhausting album: no kidding, this album feels like someone suffocating you. This has something to do with the production, too, that is really chaotic, all instruments very loud.
Gräfenstein does know how to incorporate some melody to the music, too: ”Halls of Dawn” is a great example of that with its occasional mountainous lead guitar melodies, never forgetting the mercilessness either. The same applies to ”Icon if Sin”, as well, that flirts with surprisingly melodic thrash metal patterns. Through tracks like the aforementioned, it becomes easier to decipher what Skull Baptism is all about and I could not imagine the album without them... Or I could: the mere constant killing would get dull fast.
Skull Baptism took many, many listens to open itself to full glory. The incessant chaos might seem uninviting at first, going from an ear to another, but this is one of those examples of records that I’ve luckily ’had’ to listen to more than just a couple of times for reviewing purposes, and they slowly grow. Some nagging could be directed towards the drum sound as the snare drum sounds quite lifeless, as if it didn’t have a snare mat at all. Otherwise, Skull Baptism works (read: kicks ass) successfully even if the musical style is generally unsurprising.
3.5/5
Review by powermetal.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Chaos, Tempo, Zerstörung und Gräfenstein.
Kaum zu glauben, aber die thrashigen Black-Metaller von GRÄFENSTEIN, die bereits zehn lange Jahre vor sich hin werkeln, haben es bisher nicht geschafft, sich zu mir vorzudrängen, obwohl die Herren um Greifenor, Hackbeil und Ulvernost (welch Pseudonyme) mit "Skull Baptism" ihr bereits drittes Album auf den Markt schmeißen.
Ohne Vorkenntnisse und Voreingenommenheit geht man doch ziemlich aufgeregt an die ganze Sache heran. Dabei macht der Opener 'Essence Of Chaos' seinem Namen alle Ehre. Greifenor keift in bester Black-Metal-Manier und die Atmosphäre könnte kälter und düsterer nicht sein. 'Halls Of Dawn', der auf der einen Seite relativ flott, auf der anderen Seite jedoch sehr schleppend, melancholisch und leicht depressiv daherkommt, kann die Aura GRÄFENSTEINS ebenso aufrecht erhalten, wie 'Vermin', bei dem insbesondere das virtuose Gitarrenspiel zu Beginn den Song zu einem wahren Feuerwerk entfalten lässt.
Die folgenden Songs schlagen in die identische Kerbe wie ihre Vorgänger, bei denen man jedoch honorieren muss, dass der Gitarrensound von Song zu Song immer unterschiedlicher und dadurch variabler gehalten wurde. 'Acherontic Temple' drischt anarchisch-wütend aus den Boxen und auch das abschließende 'Icon Of Sin' kann durchaus Gefallen finden: Hier knallen einmal mehr Gitarrenwände auf drückende Drums und die typischen Vocals, die an die Hochphase skandinavischer Black-Metal-Pioniere erinnern.
Etwas Besonderes stellen sicherlich GRÄFENSTEINs Experimente in manchen Songfragmenten dar, durch die sich wenige Tracks gleichen. Entweder man besticht durch Geschwindigkeitsvariabilität oder eben durch das ein oder andere Instrumentalgefrickel. Sicherlich sind auch der ein oder andere Song weniger hörenswert und lassen den Finger - in Bezug auf die Skip-Taste - durchaus zucken.
In knapp 40 Minuten voller Chaos, Geschwindigkeit und Zerstörung versucht uns dennoch hier das Trio zu überzeugen, dass es auch im Underground-Bereich Bands gibt, mit denen man durchaus in den kommenden Jahren rechnen kann. Dass sich am Ende eben solch ein Werk aus der Gruft erhebt, hätten wohl nicht viele gedacht. Zwar schafften es die beiden Vorgänger-Werke, mir noch zu entkommen, aber lange wird dieser unwissende Status nicht anhalten. "Skull Baptism" jedenfalls wird euch durchaus schmecken, wenn ihr eine Vorliebe für Kaffee-schwarzen Thrash-Metal der etwas anderen Sorte habt. Dunkler, depressiver Black-Metal trifft auf zerstörenden, explosiven Thrash-Metal.
Anspieltipps: Halls Of Dawn, Vermin, Acherontic Temple
Marcel Rapp, 7/10
Review by the-pit.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Diese Kerle kommen gleich zum Punkt! Die Männer von Gräfenstein halten sich auf ihrem neuen Album "Skull Baptism" nicht unnötig auf, sondern legen gleich richtig los. Eh man sich versieht, findet man sich in wilden Black-Metal-Riffs wieder, die von Anfang an gleich kräftig Arsch treten.
Die Band verspricht mit ihrem Mid- bis High-Tempo-Black-Metal, Chaos und Untergang zu zelebrieren und genau das tun sie auch. Von Monotonie lassen sich Gräfenstein aber nicht beeindrucken. Durch genauso frische wie interessante Riff-Abfolgen bieten sie sehr viel Abwechslung auf ihrem Album. Die Melodien sind einprägsam, wirken jedoch nicht abgegriffen, sondern auf ihre Weise neuartig. Dadurch wird "Skull Baptism" schnell zu einem Album, was die Aufmerksamkeit erregt und dem man gerne auch ein zweites Mal lauscht.
Stampfend und gleichzeitig melodiös zeigen sich beispielsweise Gitarre und Bass in "Halls Of Dawn", um dann in wilder Zerstörung ihre Erfüllung zu finden. Diese kreative Ausarbeitung der E-Gitarren-Parts findet man bei Gräfenstein auf dem gesamten Album. Es wird jedoch auch deutlich, dass sie dabei nie in stumpfsinniges Geschredder verfallen. Das Album ist wild und doch geordnet und gerade das macht viel von der Musik auf "Skull Baptism" aus. Hinzu kommen die auflockernden Melodieabfolgen, die den Black Metal nicht etwa verweichlichen, sondern ihm gerade etwas Individuelles und Spannendes verleihen. Auch die Rhythmik, die besonders auch durch die Riffs zum Ausdruck kommt, ist sehr ausgeprägt, wie man in "Inhale Nonentity" hören kann.
Der Einsatz des Schlagzeugs dagegen ist nicht so kreativ wie die Riffs, aber auf seine Art dennoch niederschmetternd. Es verleiht den Liedern selbst bei melodiöseren Riffs noch die benötigte Härte. Beim Einsatz von Double-Bass hat sich die Band deutlich zurückgehalten. Der seltene Einsatz lässt der Band die Freiheit, bestimmte Abschnitte in den Liedern durch eingefügte Double-Bass noch mehr Drive zu verpassen und man hört, dass Gräfenstein sich diesem Vorteil bewusst sind. Zudem wurde dies so abgemischt, dass die Double-Bass zwar schön hämmernd, aber nie unkontrolliert niedermetzelnd ist. Genau wie das Riffing befolgt auch die Double-Bass genauen Regeln und weiß damit zu punkten.
Ein Lied, was sehr positiv heraus sticht ,ist "Everlasting Moribund". Der Einsatz des Basses ist hier sehr hervorgehoben und verpasst dem Lied einen recht groovigen Anteil. Dieser Stil, den auch schon Helfahrt gekonnt einzusetzen wussten, verleiht dem Album eine Black'n'Roll-Touch, der zudem überzeugt. So interessant wie das Lied auch wirkt, fällt es bei "Skull Baptism" aber auch aus der Reihe, da der auffällige E-Bass-Einsatz auf dieses Lied beschränkt bleibt.
Die Vocals von Sänger Greifenor bestehen durchweg aus bösartigem Kreischen. Der Gesang ist sehr passend und überzeugt, leider bleibt er im Black-Metal-Bereich aber auch auf einem gewöhnlichen Niveau. Dies beeinträchtigt die Musik von Gräfenstein aber nur in einem geringeren Maße – dafür sorgt das bereits erwähnte Riffing mit seinen Qualitäten.
Insgesamt ist dieses Album durchaus hörenswert. Es verkörpert rohen Black Metal, wie man ihn kennt und liebt. Gleichzeitig beinhaltet es eine melodiöse Note, die interessant in den musikalischen Teppich mit eingewebt wurde, ohne aus dem Vorort Verdammnis eine Blumenwiese zu machen. Auch wenn mit "Skull Baptism" kein neues Subgenre des Black Metals erfunden wurde, kann man hier ohne Weiteres ein Ohr riskieren.
7.5/10
Review by allschools.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Mit ihrem dritten Output (nach 2004 "Silence Endless" und 2007 "Death Born") setzen die deutschen GRÄFENSTEIN eine gehörige Portion Brutalität frei. Das seit 2000 aktive Trio ist im Black/Thrash beheimatet und wütet sich äußerst vehement durch neun Songs, die fett und druckvoll produziert wurden. Die drei Pseudonyme-Träger legen allerdings den Schwerpunkt nicht nur auf schiere Raserei, sondern bremsen "Skull Baptism" immer mal wieder in den Midtempo-Groove, um Abwechslung zu schaffen. GRÄFENSTEIN bauen des Weiteren nette Soli ein, die technisch hervorragend in das Gesamtbild dieses räudigen Bastards passen. Insgesamt ist die spielerische Versiertheit der Band als hervorragend zu titulieren, das gesamte Album klingt wie aus einem Guss und offenbart eine tiefe Verbundenheit sowohl zu rohen Thrash Bands wie KREADOM zu "Obsessed to Kill" und DESTRÖYER 666 als auch zum schwedischen Black Metal der Marke MARDUK. GRÄFENSTEIN haben es allerdings auf "Skull Baptism" noch nicht geschafft, griffige und im Ohr hängen bleibende Monster zu kreieren. Es fehlt etwas an der Erhabenheit und der Wiedererkennung, die die großen Vorbilder seit jeher auszeichnete. Auch könnten die Mannen ab und zu etwas eher zum Punkt kommen. Aber was noch nicht ist, kann im Falle von GRÄFENSTEIN definitiv noch werden!
8/10
Review by musik.terrorverlag.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Es ist nicht unbedingt was neues, dass einige deutsche Bands im Ausland auf mehr Gegenliebe stoßen als in der Heimat. So ein Fall wären dann auch GRÄFENSTEIN, die 2007 in Brasilien und in Südafrika unterwegs waren - nur in ihrer Heimat Deutschland scheint die Formtion noch nicht wirklich breitere Aufmerksamkeit erhalten zu haben. Das „Waum“ ist eigentlich auch irrelevant, eher die Frage, wie lange es noch dauern wird, bis die Band die verdiente Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit erhalten wird.
Qualitativ kann man jedenfalls den drei Herren keinen Vorwurf machen: Mögen einige Songs beim ersten Durchgang sehr ähnlich klingen, fallen beim zweiten schon technische Frickeleien auf, bei denen die Musiker ihr Talent unter Beweis stellen. Da brettern Gitarrensalven auf einen los, die auf einmal ihre Geschwindigkeit ändern und in technischen Spielereien enden, nur um dann wieder brachial auf einen losgelassen zu werden. Sehr gut schaffen es die Musiker, sich zwischen Black und Thrash Metal zu bewegen, wobei letztgenannter Anteil leicht überwiegt, was für einen gehobenen Härtegrad sorgt. Dazu schreit man sich die Seele aus dem Leib und hat ständig das Gefühl, in Abgründe herabgezogen zu werden.
Zwar ist die Spielzeit mit unter 40 Minuten etwas kurz geraten, aber dafür gibt es innerhalb dieser einiges zu entdecken, lieber kurz und schmerzlos und keine Lückenfüller, dafür nur hochwertiges Material! Fazit: Hart, düster und technisch einwandfrei!
9/10
Review by eternitymagazin.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Drei Prädikate dürfen nicht fehlen, wenn es um die Beschreibung von Gräfenstein’s Sound geht: kompromisslos, unverfälscht und ohne Erbarmen! Das Trio holzt und scheppert sich mit einer Aggression durch ihr drittes Album, dass jedem Liebhaber roher Black/Thrash-Klänge vor Freude die Sackhaare ausfallen. Viel Spielzeit bedienen Gräfenstein in hohem Tempo, bauen eine infernalische Wall-of-Sound, die sie mit hasserfüllten, giftigem Gekeife garnieren. Hier wird schnell klar, dass Diskussionen zwecklos sind, man lieber aus dem Weg geht oder Gräfenstein auf ihrem Kreuzzug folgt. With them or against them! „Skull baptism“enthält aber nicht nur stupide Tempo-Bolzerei, „Halls of dawn“ zum Beispiel enthält monoton anmutendende Stampf-Passagen, die bereits ziemlich weit vorn auf der CD wie der Soundtrack zum Untergang, die Begleitmusik für die Totgeweihten wirken. Daneben entdeckt man beim wiederholten Hören auch immer mehr Feinheiten, knackige Riffs und kurze Melodie-Fetzen, die hängen bleiben. Dadurch wird „Skull baptism“ noch lange kein Filigran-Werk, es zeigt aber, dass die Drei ihr Handwerk durchaus verstehen und nicht nur stumpfes Geprügel fabrizieren. „Skull baptism“ ist zwar kein Album, was ich mir permanent geben werde, aber zum regelmäßigen Staubwischen auf der Großhirnrinde wird es immer wieder gern in den Player kommen. Geschmackvoll finde ich übrigens auch das Booklet-Design, das komplett auf weißen Farben aufbaut und sich so wohltuend von vielen, gleich layouteten, schwarzen Artgenossen abhebt.
4/6
Review by medicine-metal.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Gräfenstein melden sich eindrucksvoll mit ihrem dritten Werk "Skull Baptism" zurück. Die drei Deutschen spielen sehr guten Thrash-Metal mit einem kleinen Schuss Black-Metal.
Gleich im ersten Song "Essence of Chaos" geht es mit Vollgas los! Der Sound ist einfach nur grandios, die Riffs sind hart gespielt, allerdings auch sehr melodisch und abwechslungsreich. Der Sänger Greifenor schreit sich wieder die Seele aus dem Leib, dass es eine wahre Freude ist ihm zuzuhören. Ein besonderes Highlight dieser Scheibe ist sicherlich das Lied "Everlasting Moribund". Gräfenstein wird auch für ihr drittes Album eine Reihe von Konzerten im Südamerikanischen Raum geben. Die drei Jungs brennen in 39 Minuten ein wahres Feuerwerk ab. Neun Tracks sind auf der CD zu finden und es wird garantiert bei keinem langweilig werden. Bleibt nur zu hoffen, dass wir noch mehr von Gräfenstein in Zukunft zu hören bekommen.
Review by music-scan.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Irgendwie führt das neue Album von GRÄFENSTEIN den Hörer in längst verloren geglaubte Zeiten zurück. Ein herrlich auf retro gebürstetes Bandfoto (Corpsepaint, Waffen, böse Gesichter) und die Scheibe "Skull Baptism" steht dem in nichts nach. Ansonsten ist es etwas schwierig, über die drei bösen, hinter Pseudonymen steckenden Mitglieder etwas heraus zu finden. Aber sei es drum, denn stattdessen kann man ja auch die Musik sprechen lassen und die hat es in sich. Ohne Umschweife legt das Trio ein ordentliches Pfund vor. Black Metal der thrashig-rasenden Sorte, aber wie sich später herausstellen soll, ist es damit noch lange nicht getan. Während man beim Opener noch einen gemischten Eindruck haben könnte, nämlich daß es sich um nur eine weitere Scheibe aus dem BM-Sektor handeln könnte, räudig produziert und ansonsten unspektakulär, legen die drei unheiligen Gesellen spätestens ab Track 2 noch ordentlich nach. Da schimmern Dissection durch und dieses Niveau, pfeilschneller BM mit vielen sozusagen blasphemischen Melodien, vorgetragen auf beachtlich hohem instrumentalen Level, halten GRÄFENSTEIN problemlos durch. Man traut seinen Ohren kaum, denn immer wieder zaubert die Band eine gute Idee nach der anderen aus dem Hut. Am Ende bleibt ein echter Geheimtip. Pechschwarze Raserei, die so manche skandinavische BM-Band verdammt alt aussehen lässt.
8/10
Review by heavyhardes.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Das vierte Album der deutschen Thrash-Black-Metaller von Gräfenstein steht in den Startlöchern. Wer die Band noch nicht kennt und nicht gehört hat, dem sei gesagt, dass es sich um einen dreier handelt: Greifenor (Vocals, Gitarre), Hackbeil (Bass) und Ulvernost (Drums). Das Intertessante ist, dass man es kaum wahrnimmt, dass es sich um nur drei Mannen handelt, da die kompositorische Dichte so hoch ist, so komplex, vielschichtig und variabel, dass man genau hinhören muss, sich jedem Instrument einzeln widmen um dies heraus zu hören.
Klassischer Black-Stil im treibenden Bereich und ganz klar im aggressiven als auch hasserfülltem Bereich mischt sich mit dem Black Metal des 21.Jahrhunderts. Sehr geschickt arrangierte Midtempo-Parts, untermalte Sequenzen die der Atmosphäre, düster und erdrückend, dienen. Manch eine Wiederholung hat schon eine monoton-betörende Art. Dazu gesellt sich der gegrowlde Gesang in seiner aggressiven Art.
Als Lauschtipps würde ich euch besonders 'Halls Of Dawn' empfehlen, dieser Song hat eine besondere Schwere und Tiefe. Außerdem würde ich euch noch 'Dead End' oder auch den letzte Song des Albums 'Icon Of Sin' empfehlen. Mit diesen Songs in den Ohren habt ihr einen sehr guten Überblick, was euch dieses Album zu bieten hat.
Mein Tipp: Ein fettes Teil kommt da auf euch zu. Black Metal im Thrashgewand ist auch nicht alltäglich, dazu die munteren, frischen Kompositionen - das überzeugt auf ganzer Linie. Hört rein Leute, ganz klare Lauschempfehlung, die Überzeugung leisten die Jungs mit ihrer Mucke.
Car Sten
Review by heavyhardes.de ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
Skull Baptism heißt es also, das nunmehr dritte Langeisen jener ominösen deutschen Black Metal-Band, die ihre Alben bevorzugt in Brasilien vorstellt. Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern, wann ich das Logo Gräfensteins mal auf einem Flyer entdeckt habe, der hier im Bayerischen verteilt wurde. Aber gut - ich bin auch schon eine Weile nicht mehr aktiv im Untergrund unterwegs. Also gehen wir ohne längere Umschweife gleich in medias res.
Skull Baptism bietet 40 Minuten zügellose Black-Metal-Raserei, die mit gelegentlichem Thrash-Riffing angereichert wurde. Auf dem Promo-Blatt bekommt man außerdem die Formel "blackened necro thrashing chaos" zu lesen. Amen! kann ich da nur sagen. Denn Chaos regiert in der Tat die neun Auswürfe aus dem tiefsten Kreis der Hölle - Chaos, Hektik und Disharmonie. Das zehrt regelrecht an den Nerven und verlangt nach Konsumenten, die sich ausschließlich von der härtesten im Handel erhältlichen Wurst ernähren. Seine stärksten Momente erlebt das Album, wenn die drei Satansbraten dann doch gelegentlich den Fuß vom Gas nehmen und der Thrash die Oberhand gewinnt, ehe der Knüppel wieder aus dem Sack geholt wird. "Everlasting Moribund", meines Erachtens nach bester Song auf dem Album, und der Rausschmeißer "Icon Of Sin" seien als Exempel genannt, wo dieses Wechselspiel sehr gut funktioniert. Doch man darf sich nicht täuschen lassen - die meiste Zeit hat man es mit gröbster Schlächterei zu tun. Dem angemessen keift und spuckt sich Band-Chef Greifenor durch die Botanik, dass Underground-Fans das schwarze Herzerl höher schlagen wird, wenn sie in "Acheronic Temple" stur des Wahnsinns Höhepunkt entgegenfiebern.
Für meinen Geschmack ist Skull Baptism einen Tick zu hektisch und anarchistisch ausgefallen. Der klinische Sound, dem es an Volumen und an Tiefen mangelt, entrückt zudem die Pforte zu dem Album.
4/6
Review by Didie ![]()
Gräfenstein - Skull Baptism CD (Black Hate Productions)
De naam Gräfenstein laat al overduidelijk vermoeden dat we hier te maken hebben met Duitsers ook al hebben ze een pak meer succes in Zuid-Amerika, en dan vooral Brazilië.
Eens je deze black/trashmetal cd in je lader gooit weet je meteen waarom dit het geval is want dit is het soort muziek dat het vooral moet hebben van de agressieve uitspattingen die een mens in zich kan dragen.
Gedurende 40 minuten wordt je ondergedompeld in een krachtpatserij waar het woord rust geen woord van betekenis heeft.
Moeten we nu Gräfenstein aanraden of niet? Voor de muziekfan die af en toe iets zwaars tussen zijn boterham wil, kunnen we met gemak tientallen andere titels aanraden maar wie zijn ziel verkocht heeft aan de duivel die het huis van de black metal beheert zal aan Gräfenstein wel het nodige plezier beleven.
Voor de liefhebbers van het genre dus, de rest van onze lezers moesten al lang op de volgende pagina zitten!
Wertung: 6 von 10 Didier Becu
Tracklist: 1. Essence Of Chaos 2. Halls Of Dawn 3. Inhale Nonentity 4. Vermin 5. Everlasting Moribund 6. Dead End 7. Monarch Of Scorn 8. Acherontic Temple 9. Icon Of Sin |

