Unhuman Disease - Black Creations of Satan CD Reviews

Review by Taakefrost.de

UNHUMAN DISEASE - BLACK CREATIONS OF SATAN CD (Black Hate Productions)

Die Euphorie über Black Metal aus den Vereinigten Staaten dürfte sich vielerseits wohl beständig in Grenzen halten, dümpelt das Gros der im europäischen Vergleich ebenso zahllosen Projekte aus Übersee doch in einer ungemein gesichtslosen, zumeist imitativen Brühe umher, die sich nicht einmal großartiger Etiketten (Stichwort: Skandinavien) bereichern kann, um dem Hörer zu suggerieren, das Musikalische sei grundlegend von Qualität. Dennoch findet sich auch im Krankheitsbild dieser offensichtlich mangelhaften Potenz der amerikanischen „Szene“ hin und wieder Erstaunliches, Unerwartetes und gänzlich Atemberaubendes - Unhuman Disease steht definitiv für eines dieser Attribute.

Allerdings ist es weder musikalische Innovation noch ausgesprochene Kreativität, die verantwortlich zeichnen für den unverkennbaren Reiz und die im Rahmen dieser Rezension angesetzte Wertsprechung von „Black Creations Of Satan“.

Die Rechtfertigung dessen nämlich wurzelt vorrangig im geradezu unwiderstehlichen, nostalgisch durchsetzen Charme der angeführten Musik, welcher gekonnt zu bestechen weiß mit einem ungemein staubigen Frühneunziger-Klang, der unverzüglich vielfältige Reminiszenzen an damalige Kultfiguren heraufbeschwört. Überdies dekoriert Unhuman Disease das puristische Gewand mit herbem, biestig und niederträchtig schabendem, in stoßartigen, aggressiven Zügen empor keimendem Zerrgesang, der anfänglich zwar etwas Gewöhnung fordert, im Laufe anwachsender Hördurchgänge jedoch zu einem charakteristischen Moment des Albums avanciert.

Gleichermaßen sich mit jedem Male intensivierend und verdichtend, kann auch das primitive, doch höchst authentische, fauchende, kalte Riffing des Rezipienten Anerkennung erhaschen, ergeht sich darüber hinweg in mitunter schmutztriefenden Mid-Tempo-Abschnitten - denen das rhythmische und trefflich differenzierte Scheppern des Schlagwerkes besonders gut zuspielt -, erfolgreichen Bemühungen um Eigenständigkeit, herrlich perfiden und selbstherrlich bollernden Basslinien sowie überraschend stark ausgeprägten Exkursen von grimmiger Schwermut, ohne dabei die okkultistische Konzentration und Giftigkeit der Stücke ihres Wirkungsgrades zu beschneiden.

Nichtsdestoweniger sind auch auf „Black Creations Of Satan“ Mängel auszumachen, die den Hörgenuss bisweilen eindämmen, was größtenteils der recht undynamischen, leicht repetitiven Struktur der Kompositionen geschuldet ist, die mancherorts etwas überdehnt wird und darob der Musik mitunter die Pointe abträgt, was wiederum in geringfügigen Fluktuationen der musikalischen Intensität resultiert, die qualitative Gesamtheit des Albums jedoch nicht entscheidend beeinflusst.

Fazit: In Anbetracht der Aktualität von “Black Creations Of Satan” und des unter diesem Banner prozessierten Zugeständnisses an die Frühphase des Black Metal ist mit Erstaunen zu konstatieren, dass Unhuman Disease wie derzeit nur eine Handvoll anderer Bands dazu imstande ist, die boshafte Verve vergangener Tage dergestalt authentisch und virtuos zu beschwören, dass man sich von Damaligem nur insofern unterscheidet, als einem die kultberauschte Reputation und eine entsprechende Jahreszahl fehlt.

(8/10) Taakefrost

Review by Taakefrost.de

UNHUMAN DISEASE - BLACK CREATIONS OF SATAN CD (Black Hate Productions)

The euphoria on Black Metal from the United States seemingly still keeps in limits, for -analogue to Europe - the gross of the countless overseas bands bops up and down in an acutely faceless, mostly imitative broth, and not even is able to enrich with promising labels (keyword: Scandinavia), in order to suggest the listener that the musical effort basically is of highest quality. However, the clinical picture of the obviously insufficient potency of the American “scene” now and then offers astonishing, unexpected and fully breathtaking things – Unhuman Disease definitely stands for one of those attributes.

Though, it is neither musical innovation nor downright creativity, which have responsibility for the unmistakable attraction and the value of “Black Creations Of Satan” being affirmed in the framework of this review.

Namely, the justification of that preferably roots in the almost irresistible, nostalgically penetrated charm of the music, which has the resources to virtuously impress by dint of an extraordinarily dusty early nineties’ sound, which immediately evokes complex reminiscences of then cult-figures. Moreover, Unhuman Disease adorns its puristic robe with austere, beasty and dastardly scratching, aggressive and impulsive distorted vocals, which in the beginning call for some patience though, but in the course of listening advance to a more and more characteristic aspect of the album.

Intensifying and thickening in the same way, even the primitive, but highly authentic, hissing, cold riffing is able to catch the attention of the listener, otherwise indulges in sometimes dirt-dripping mid-tempo-parts – which splendidly profit from the rhythmic and adequately differentiated rumbling of the drums -, successful efforts of individuality, deliciously vicious and autocratically thudding bass-lines as well as surprisingly strongly accented excurses of grim melancholy, without losing one’s occultist concentration and the bitchiness of the songs. Nonetheless, also “Black Creations Of Satan” is not being bewared of mistakes sometimes decreasing the pleasure of listening, which oftentimes owes to the quite undynamic, slightly repetitive structure of the compositions partially being somewhat overstretched and thus having a negative effect on the punchline of the music, which in turn results in marginal fluctuations of the musical intensity, which doesn’t endanger the entity of the album seriously though.

Conclusion: Regarding the up-to-dateness of „Black Creations Of Satan“ and the concessions to the early period of Black Metal processed under that banner it must be stated with astonishment that Unhuman Disease is one of the handful of bands being able to conjure the evil verve of past days suchlike authentically and artfully that one differs from the real old-bards only to that extent that one lacks cult-inebriated reputation and an adequate release-date. (7/10) Taakefrost

Review by Schwermetall.ch

UNHUMAN DISEASE - BLACK CREATIONS OF SATAN CD (Black Hate Productions)

Weit unter dem Gefrierpunkt werkelt Nocturnus Dominus - seines Zeichens einziger Aktivist hinter dem US-Amerikanischen Projekt Unhuman Disease und Mitglied in den Reihen von Rituals Of A Blasphemer, Goat Terrorism und Thornspawn - herum, hörbar mit dem Ansinnen, den Ami-Black Metal endlich mal ordentlich auf die Schienen zu bringen, anstatt den eigenen Kontinent dauerhaft als Nebenkriegsschauplatz ausweisen lassen zu müssen. Dies tut er dieser Tage in Form von "Black Creations Of Satan", dem vierten Langspieler binnen dreier Jahre, in denen sich aus seiner Sicht jedoch noch nicht allzu viel geändert zu haben scheint. Ungeachtet dessen und mit stoischem Selbstbewusstsein bleibt Dominus aber an den Waffen und versorgt seine gierigen Jünger mit eisigem Satanic Black Metal, der sich hinsichtlich seiner Klischeehaftigkeit gewaschen hat.

Ganz gleich nämlich welchen Track man ansteuert, stets trifft einen die Keule der frühen Neunziger. Nostalgikern dürfte "Black Creations Of Satan" die Freudentränen in die Augen treiben, derart monoton, simpel und berechenbar klappert Nocturnus Dominus durch die Botanik. Dabei ist es die Laufzeit des Albums, die den Daumen nach oben hält, denn von Minute zu Minute rutscht man tiefer hinein in den misanthropischen Reigen satanischer Besessenheit und muss sich unter anderem vom überlangen "Summoned In Fire" sogar in einen hypnoseartigen Zustand versetzen lassen. Gebannt und gefesselt saugt man sodann jeden Akkord dankbar in sich auf und während das viel zu laut abgemischte Schlagzeug den Puls des Lebens verkörpert, kratzen die eindimensionalen Gitarrenläufe solange an den Nervensträngen, bis mit dem Verklingen des letzten Tons entweder eine Art Abhängigkeit entstanden ist oder man sich letztlich wieder lösen kann von "Black Creations Of Satan", einem eigenartig anziehenden Kleinod von jenseits des grossen Teichs.

Faktisch unterste Schublade, was Unhuman Disease hier auffährt - emotional jedoch eine echt harte Droge, denn hier liegt der Weg zurück zu den Wurzeln blasphemischer Tonkunst, wie sie über die Jahre in Vergessenheit geraten ist. Mittelprächtiger Sound, einfaches Songwriting, anspruchslose Instrumentierung, top Atmosphäre und spürbare Authentizität. Diese Mixtur der Gegensätze entfaltet eine unheimliche Wirkung, daher rate ich, "Black Creations Of Satan" anzutesten!

9/13

Review by Blackmetallterror

UNHUMAN DISEASE - BLACK CREATIONS OF SATAN CD (Black Hate Productions)

Negli ultimi tempi, sono ben due le uscite che circolano della one man band statunitense. Il disco che recensiamo è quello uscito, sul mercato, prima, ma in realtà è compositivamente, il più recente, in quanto è stato registrato dopo “Into Satan's Kingdom” (l’album uscito da pochi mesi).

Noi abbiamo deciso che Unhuman Disease non necessita poi tutto questo spazio, quindi abbiamo scelto uno fra i due dischi, quello in effetti rispecchia di più la attuale situazione stilistica.

Non fraintendetemi, con quanto detto sopra, non si vuole per nulla sminuire l’onesto e devoto lavoro di questo artista, il quale propone una musica quantomeno decente; tuttavia sono così tante oggi le band di cui dobbiamo parlare, da perdere il conto.

Le atmosfere sono quelle dei primordi del black metal, deliberatamente ispirate a quella scena norvegese che ha dato la nascita ad un modo di interpretare il metal, tutto nuovo. Sto parlando ovviamente del black metal grezzo, quello dei Darkthrone, niente meno.

La produzione è quindi delle più essenziali e scandenti (volutamente), i riff di chitarra banali, le strutture semplicistiche. Chiaro no ? Nulla di nuovo. Unhuman Disease ricopre il difficile compito di fare un black metal il più possibile monocorde e basato soltanto sull’immediatezza e l’impatto.

Una formula questa, che ha fatto la fortuna di pochi e che certamente non farà la fortuna di questo gruppo, anche se, a livello di feeling, questo è un disco che c’è, che trasmette.

Per questo merita quantomeno la sufficienza, ma non può certo ambire ad altro, dato che si tratta di musica esclusivamente tributaria.

3/5


Discocraphie:


1. As my Blood Spills Upon thy Altar Demo [Demo 2003]

2. Evil Reigns Supreme [CD 2006]

3. Perpetuus Agonia [CD 2008]

4. Black Creations of Satan [CD 2009]

5. Into Satan's Kingdom CD [CD 2009]
(2009 Black Hate)

 

black creations of satan

Black Creations of Satan CD

Tracklist:

1. Black Creations of Satan
2. Summoned in Fire
3. Curses within me
4. As i kneel before thee
5. Under His Black Wings
6. Of This Insanity
7. Bleeding in Darkness
8. Upon the Altar of Perversion
9. Congregation of Satanas
10. Sealed in Flesh
11. Wretchedness Consumes me